Sonntag, 18. Dezember 2016
Chaos der Gefühle
Eddy und ich kennen uns schon ewig, sind zusammen Aufgewachsen und in die Schule gegangen.
Er war nie der übermäßige Partymensch.
Meist kam er als letzter und ging als erster.
Auch vom äusseren war er nie der Magnet, man musste ihn wirklich erst kennen lernen um zu wissen wie er was meint.
Eddy hat sein völlig eigenen Charme.
Auch war er nie eine derartige Sportskannone.
Schwimmen das konnte er immer gut, auch Fahrradfahren.
In der Jugend da war manchmal den Nerds zu Langweilig!
Irgendwie aber da hatte er eine Frau kennen gelernt, wurde Vater einer Tochter.
Heute ist sie Vier.
Vor zwei Jahren dann der Schicksalschlag.
Eddys Frau starb bei einem Unfall, plötzlich da stand er alleine da.
Alleine mit seiner Tochter.
Ich bot ihm meine Hilfe an, als eine Art Tagesmutter.
Er konnte Arbeiten und ich kümmerte mich um seine Tochter.
Unsere Mädchen sehen sich Heute als eine Art Geschwister, waren sie doch in den Letzten beiden Jahren so oft zusammen bei mir hier.
Für mich wo ich die kleine Maus versorge über den Tag, ist sie doch auch eine Art eigenes Kind geworden.
Ertappe mich dabei, das Muttergefühle in mir aufkommen.
Warum nur sitze ich Nackt am Schreibtisch und Schreibe jetzt etwas davon?
Gestern Nachmittag da kam Eddy vorbei.
Ein Besuch unter Freunden eben.
Wir Redeten, die Kinder Spielten.
Es war irgendwann Zeit in's Bett zu gehen, Schlafenszeit.
Wie Selbstverständlich brachte ich eben beide in's Bett.
Meine Tochter in ihrem Zimmer, die Tochter von Eddy in's Gästezimmer.
Der Abend ging voran und es wurde Mitternacht.
Wollte nicht das er Heim fährt, bot an das er hier Schlafen kann.
Lange ist es her das ein Mann neben mir gelegen hat.
Spürte eine Umarmung und sah in seine Augen.
Ich fühlte mich Wohl, er wohl auch.
Danke für alles, was du für uns getan hast.
Kein Problem, hab ich gern gemacht.
Floskel über Floskel!
Dann Plötzlich, peng zack.
Küße, Streicheln und noch mehr.
Der Verstand war aus, gab mich hin.
Dem Gefühl welches von diesem Mensch ausging.
Habe es sehr schön gefunden.
Der Morgen graut, ich werde wach.
Sehe das ich Nackt bin, auch er hat nicht's an.
Verdammt, was hab ich nur getan.
Wie konnte ich mich so dermaßen gehen lassen.
Es war schön, sehr sogar.
Nur jetzt nach dieser Nacht, fühle ich mich schlecht.
War er doch ein guter Freund, den ich einfach in dieser schweren Zeit ausnutzte.
Suche mein Slip und mit den Augen noch den Boden ab.
Es ist nicht's zu sehen.
Kein Hinweis auf Verhütung.
Nehme schon lange keine Pille, habe keine Spirale.
Mir wird übel.
Ab in's Bad, den Bademantel überziehen.
Mache den Kinder Frühstück.
Kann mich auf gar nicht's Konzentrieren.
Laufe total neben der Spur.
Das merken die Kinder, umarmen mich beide.
Das Gefühl des noch schlechter Fühlen steigt.
Will diesen Menschen unter kein Umständen Verlieren.
Das Vertrauen wurde schon missbraucht.
Der kleinen nicht die Mutter wegnehmen.
Kann eine solche Beziehung überhaupt bestehen?
Ein Witwer und eine Mami.
Was ist das nur für eine Basis.
Er kommt in die Küche, umarmt mich.
Ein Kuss auf die Stirn.
Guten Morgen mein Schatz!
Ein Wort das Gewicht hat, wenigstens bin ich nicht nur ein Abenteuer.
Keine Affäre oder sonstwas.
Dennoch ist da in mir ein riesen Chaos.

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